Aufenthalt und Mehrzweck
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  • 08.07.10 „Du Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Schließer werden“. Zum Verhältnis von Sozialpädagogik und sozialer bzw. kognitiver Schließung.

    Geschrieben am 1. Juli 2010 Balthasar Keine Kommentare

    Zeit: Do, 19.00 Uhr
    Referenten: Tobias Rausch studiert Diplompädagogik mit Schwerpunkt Sozialpädagogik im 9. Semester.

    Johannes Klas ist staatlich anerkannter Heilerziehungs­pfleger und studiert im 6. Semester Lehramt an beruf­lichen Schulen (Sozialpädagogik und Sozialkunde).

    Die Systeme der gesellschaftlichen Ordnung, wie Legislative, Exekutive und
    Judikative, deren Funktion es ist, die staatliche Sicherheit zu gewährleisten, unddas Gesundheitswesen, welches für die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der sozialen, physischen und psychischen Integrität sorgt, haben jeweils das Ziel, einen Fall abzuschließen. Demgegenüber verfolgen Institutionen sozialer Hilfe den Zweck, zunächst einen Fall für sich zu erschließen und diesen möglichst lange an sich zu binden, um monetäre Mittel zu akquirieren, die ihre eigene Existenz sichern. Die Kernfrage des Vortrags soll es sein, inwieweit durch die Professionalisierung sozialer Hilfe, deren Ideal es ist, durch „sich selbst abschaffendes Handeln“ (Gildemeister) die Hilfebedürftigkeit des Klienten zu beenden, diesem Ideal entgegengewirkt wird und wie auf diesem Wege das Denken der dort Tätigen beeinflusst wird.
    Wir laden ein zum Diskurs über eine reflexive Sicht auf Sozialpädagogik/Soziale Arbeit und auf professionell sozialpädagogisch Handelnde als Akteur_innen sozialer und kognitiver Schließung.
    Achtung: Veranstaltungsbeginn um 19.00 Uhr!

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