Balthasar

Aufenthalt und Mehrzweck
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  • 17.06.10 Entwicklung? Nein, danke!

    Geschrieben am 10. Juni 2010 Balthasar Keine Kommentare

    Post-Development Ansätze und was von ihnen zu halten ist…

    Zeit: Do, 12.15 Uhr Ort: Univ. Feldkirchenstraße (F130)
    Referent: Aram Ziai hat zu Post-Development-Ansätzen pro­moviert und an zahlreichen Universitäten ge­forscht und gelehrt. Zurzeit lebt er in Hamburg.

    Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts finden sich an den Rändern der Entwicklungstheorie vermehrt Stimmen, die das Konzept der „Entwicklung“ grundsätzlich in Frage stellen und deswegen nicht mehr konstruktiv verbessern wollen.
    Die sog. „Post-Development-Ansätze“ lehnen das Konstrukt „Entwicklung“ und die Praxis der Entwicklungshilfe als eurozentrisch und autoritär ab. Sie behaupten, die „Ära der Entwicklung“ sei vorüber, und die Menschen im globalen Süden würden bereits Alternativen entwickeln. Die Ansätze des Post-Development sind – teilweise zu Recht – scharf kritisiert worden. In diesem Vortrag soll es darum gehen, welche ihrer Thesen aus einer emanzipatorischen Perspektive fragwürdig, welche vertretbar und welche unerlässlich sind.
    ACHTUNG: Beginn 12.15 Uhr!

  • 24.06.10 „Warum hört mir keineR zu…?“

    Geschrieben am 7. Juni 2010 Balthasar Keine Kommentare

    Theorie und Praxis der Kommunikationsguerilla

    Zeit: Do, 20.00 Uhr
    Referent: Luther Blissett ist Teil eines weltweit tätigen Zusammenhangs von Teilzeit-Desperados, die unterwegs sind in Sachen Kom­munikationsguerilla. Ermüdet vom ergebnislosen Flugblatt­verteilen, machte er/sie sich Anfang der neunziger Jahre auf die Suche nach einer lustvolleren Art, Politik zu betreiben, und fand Erfüllung in der Theorie und Praxis der Kommuni­kationguerilla – denn: „Ist es nicht die beste Subversion, die Codes zu entstellen, statt sie zu zerstören?“ (Roland Barthes)

    „Kommunikationsguerilla“ ist eine Theorie und Praxis subversiver Kommunikation, die sich von klassischen Konzepten von Gegenöffentlichkeit, aber auch von den „eigenen“ Medien der Binnenkommunikation sozialer Bewegungen fundamental unterscheidet. Beeinflusst von Umberto Ecos Vorschlag einer „semiotischen Guerilla“ analysieren Kommunikationsguerilleras die kulturelle Grammatik der Machtbeziehungen und betreiben als „semiotische Heckenschützen“ Mikropolitik im alltäglichen Dschungel der Zeichen. Kommunikationsguerilla liebt Imagebeschmutzung und Identitätsdiebstahl, und sie wirft mit Torten statt mit Worten. )

  • 11.06.10 Erlösung durch Trash. Antideutsche Filmnacht.

    Geschrieben am 4. Juni 2010 Balthasar Keine Kommentare

    Zeit: Fr, 20.00 Uhr
    Organi­sation: festival contre le racisme in Zusammen­arbeit mit dem Pirat_innenkino

    Ob WM, Dresden oder antifaschistischer Widerstand: Der neue deutsche Film
    entdeckt Deutschland wieder als Ort von Opfern und Held_innen, als missverstandene Nation, deren wahre Größe unterschätzt wird. Filmemacher_innen, Fernsehsender und das Feuilleton sind endlich wieder gleich geschalten – wie seit 60 Jahren nicht mehr. Aber sind verlorene Fußballmeisterschaften und zerbombte Städte wirklich das Material, aus dem sich (neo-)nationales Selbstbewusstsein destillieren lässt? Und wie kann die Glorifizierung des Widerstandes gelingen, wenn die Nazis die schickeren Uniformen und die besseren Schauspieler_innen haben? Jenseits der deutschen Hochkultur gibt es sie aber noch: Filmemacher_innen, die den Kampf gegen nationale Selbstbeweihräucherung und den guten Geschmack fortsetzen.
    Das festival contre le racisme präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Pirat_innenkino die erste „anti-deutsche“ Trash Nacht, u. a. mit Jörg Buttgereits „Captain Berlin vs. Hitler“:
    „Wir schreiben das Jahr 1973. Deutschland glaubt sich in Sicherheit. Doch
    Adolf Hitlers einstige Leibärztin Ilse von Blitzen hat es geschafft, sein Gehirn zu konservieren. Mit modernster Technik wird es zu neuem Leben erweckt, so dass der Führer wieder sprechen kann. Um dem Gehirn einen Körper zu verleihen, wird der Ostblock-Vampir Graf Dracula aus seiner Gruft befreit. Jetzt kann nur noch Deutschlands einziger Superheld helfen: Captain Berlin“
    Dieser und andere Filme gehen der Frage nach: Wäre eine „Erlösung durch
    Trash“ für das traumatisierte deutsche Volk möglich gewesen, wie sie beispielsweise in der US-amerikanischen (Captain America) oder der japanischen (Godzilla)

    Trivialkultur funktioniert hat? Vorbeikommen und herausfinden!
    PS: Es gibt Popcorn!

  • 12.06.10 Abschlussparty

    Geschrieben am 3. Juni 2010 Balthasar Keine Kommentare

    Zeit: Sa, 21.00 Uhr Ort: Mensa/Austraße
    Künst­ler_innen: Liveact: King Fehler a.k.a. Knarf Rellöm (Hamburg)

    DJ‘s: Fry van Houten, Ginstags Crew

    King Fehler ist ein MC, ein Master of Ceremony, ein Zeremonienmeister, ein
    Mikrophon Controller. Er spricht und singt seine Texte zu zumeist bekannten
    Instrumentals aus HipHop, Techno, House, Dub oder Krautrock (Er verwendet KEINEN Indierock, er hasst so genannten „Indierock“).
    Die Texte sind eventuell bekannt in der Version, wie sie die KNARF RELLÖM
    TRINITY spielt, allerdings eben ohne deren Musik, heißt: KING FEHLER =
    Knarf Rellöm Trinity ohne TRINITY. Play Loud!

  • 10.06.10 „Wirksamste Instrumente der deutschen Außenpolitik“

    Geschrieben am 3. Juni 2010 Balthasar Keine Kommentare

    Die weltweite Einflussarbeit der parteinahen Stiftungen

    Zeit: Do, 20.00 Uhr
    Referent: Jörg Kronauer ist Sozialwissenschaftler und freier Journalist.

    Sie seien die „wirksamsten Instrumente der deutschen Außenpolitik“, urteilte
    einst anerkennend der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog. Die Rede ist von den parteinahen Stiftungen wie etwa der Konrad-Adenauer- (CDU) oder der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD), die – mit hohen Beträgen aus staatlichen Haushalten finanziert – über ihre Auslandsbüros in aller Welt Einfluss ausüben.
    Sie werben um Verständnis für Putschist_innen wie jüngst in Honduras (Friedrich-Naumann-Stiftung, FDP), unterstützen antichinesische Milieus in Tibet (Heinrich-Böll-Stiftung, Bündnis 90/Die Grünen) oder arbeiten völkischen Kräften in Ungarn zu, die Auseinandersetzungen mit Nachbarstaaten provozieren (Hanns-Seidel-Stiftung, CSU). Im Ausland ruft die Arbeit der Parteienstiftungen immer wieder Proteste hervor, im Inland wird sie hingegen wenig beachtet, obwohl sie erhebliche Bedeutung für die weltweite Steigerung deutscherMacht besitzt.
    Der Vortrag gibt anhand konkreter Beispiele einen Überblick über die Aktivitäten der parteinahen Stiftungen und ihre Dienste für die inoffizielle Berliner Außenpolitik.